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Mephisto

MEPHISTO

„Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler…“ Mit diesem Satz endet der berüchtigte Roman des ältesten Sohns von Thomas Mann über seinen geliebten Feind, den Staatsintendanten Gustaf Gründgens. Im Roman geistert Gründgens als Hendrik Höfgen durch die Irrungen und Wirrungen der späten 20er. Theaterbühnen, Freunde, Frauen, Ideologien – er wechselt sie alle mit der faszinierend-abstoßenden Nonchalance eines Chamäleons, dem nur eines heilig ist: sein eigener Ruhm.
In der Figur des gefallenen Clowns Mephisto findet er die Rolle seines Lebens. Sie macht ihn zum Theatersuperstar, kettet ihn aber auch zeitlebens an das Böse in seiner irisierendsten Form – der Verlockung nach künstlerischer Unsterblichkeit. Jahrzehntelang wegen Streitigkeiten mit Gründgens‘ Erben in der Bundesrepublik verboten, wurde die bitterböse Satire über Karrierismus unter totalitärer Ägide zu einem Schlüsseltext über die Zeit vor Hitlers Machtergreifung. Theater Impuls spielt seine Adaption über den sardonischen Pakt des Künstlers mit der Macht als grelles Panoptikum und zeitlose Reflexion über die Frage nach der ganz persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen in einer amoralischen Gesellschaft. Denn auch heute kann sich niemand mehr mit so einfachen Selbstbeschreibungen seiner kollektiven Verantwortlichkeit für die abgründigen Verwerfungen einer fehlgeleiteten Weltordnung entziehen…


mit
Franz Brandhuber, Simon Brüker, Constanze Fennel, Urs Klebe, Conny Krause, Sönke Küper, Matthias Lettner, Christina Matschoss, William Newton, David Thun, Bernd Vogel

Regie: Andreas Wiedermann
Ausstattung: Uta Lederer-Hensel


STRAUBING | Theater am Hagen | 1. und 9. November 2019 | 19.30 Uhr | Karten beim Leserservice des Straubinger Tagblatts

MÜNCHEN | Teamtheater Tankstelle | 16.-18. und 23.-25. Januar 2020 | 19.30 Uhr | Karten unter www.teamtheater.de oder unter 089 – 260 43 33 (AB)


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20.000 Meilen unter den Meeren

Meilen
Zusammen mit Herbert Schäfer und Daniela Voss schrieb Regisseur Andreas Wiedermann die bei Ahn und Simrock verlegte Adaption von Jules Vernes „20.000 Meilen unter den Meeren“.

Der Inhalt: Ein Physikprofessor und eine investigative Journalistin werden nach einem Schiffbruch von dem rätselhaften Kapitän Nemo an Bord seines Unterseebootes gerettet. Sie sind freie Gefangene. Nemo zeigt ihnen das Boot, anhand der Einrichtungen diskutiert er mit der kritischen Journalistin und dem fortschrittsgläubigen Physiker die Themen der Welt und Umwelt. Die Autoren haben für ihre Fassung Jules Vernes Roman in die Technik und Problematik der Gegenwart transportiert. Die „20.000 Meilen…“ könnten heute bedeuten „Was heißt denn hier Weltenrettung?“ Und letztlich stellt sich die quälende Frage: ist Kapitän Nemo ein Ökoterrorist?
„Der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit hat die größten sozialen Ungerechtigkeiten geschaffen.“

Weitere Infos unter http://ahnundsimrockverlag.de